Review: 300 (2007)

Zack Snyder (Watchmen, Dawn of the Dead, Sucker Punch) nahm Frank Millers Graphic Novel „300“ und hat die epische Schlacht bei den Thermopylen in einen blutrünstigen Kultfilm umgewandelt.

In der Schlacht bei den Thermopylen im Jahre 480 BC bekämpfte eine Allianz von griechischen Ortsstaaten, geführt von König Leonidas (Gerard Butler), die eindringende Armee des persischen König Xerxes (Rodrigo Santoro). Xerxes führte seine Armee von über 100‘000 Männern nach Griechenland und wurde mit 300 Spartanern konfrontiert.

Xerxes wartete 10 Tage, dass König Leonidas sich ergeben würde oder sich zurückzuziehen würde, doch ohne Erfolg. Trotz der persischen Überlegenheit, hielten die Griechen sie 3 Tage lang zurück. Nach 3 Tage Schlacht waren alle 300 Spartaner tot. Schuld an dieser Niederlage war nicht die Unterlegenheit der Spartaner, sondern ein griechischer Schafhirt namens Ephialtes, der die Perser über einen geheimen Pfad durch die Thermopylen informierte, den sie benutzen konnten, um die Griechen zu überlisten.

300 protzt nur so mit Männlichkeit. Die Effekte sind makellos, das Blut fliesst in Strömen, die Spartaner schreiten in blutroten Gewändern umher, die männlichen Zuschauer sind von den in der Sonne glänzenden Waschbrettbäuchen eingeschüchtert und die weiblichen angemacht und die geladene Portion Testosteron quillt auf das Publikum über. Die Schlachten sind überdimensional gefilmt, mit sehr viel Liebe fürs Detail. Snyder benutzt oft Slow Mo Sequenzen, in denen das Blut in rotschwarzer Farbe dramatisch durch die Gegend fliegt. Der Film wurde in 60 Tagen gedreht, die Nachbearbeitung brauchte ein ganzes Jahr. Man merkt, dass der Regisseur sich in diesem Film sehr viel Mühe mit den Effekten gegeben hat, mit dem Resultat, dass die Szenen grandios geworden sind. Wer schwache Nerven hat, sollte die mit Blut triefenden Szenen vermeiden, was gewisse Schwierigkeiten mit sich bringt, da der Film hauptsächlich von ihnen lebt.

Der Film ist ein einziger Augenschmaus und Szenen wie die des Orakels, das sich halbnackt im Tempel räkelt, während abscheulich aussehende Priester nach ihr lechzen, oder die der Schlacht, wo die Perser die Spartaner mit riesigen Elefanten angreifen, sind nur 2 von vielen, die den Film zu einem überzeugenden Kunstwerk machen. Der Regisseur hat einen Film kreiert der lange in Erinnerung bleiben wird, nicht nur wegen Sätzen wie: „Wahnsinn…das ist Sparta!“, sondern auch wegen seinen eindrucksvollen Bildern, die den blinden spartanischen Stolz und den Grössenwahn des persischen Königs reflektieren. Wer Filme wie Sin City mag, wird diesen definitiv in seiner Sammlung haben wollen.

Trailer:

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

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