Review: Thor (2011)

Bevor 2012 The Avengers die grosse Leinwand erobern, erhalten wir schon mal einen Vorgeschmack von einigen Charakteren, die darin vorkommen. Thor ist einer dieser Comic-Figuren, dicht gefolgt von Captain America (der dieses Jahr noch in den Kinos zu sehen sein wird) und Iron Man, der schon 2008 und 2010 in den Kinos erschienen ist. In Thor wird in der Szene, als der gigantische „Destroyer“ von Loki auf die Erde geschickt wird um Chaos zu verursachen, eine kurze Anspielung auf Tony Stark gemacht, als der eine FBI Agent sich fragt, ob dieser nicht zu Tony Stark gehöre „Is that one of Stark’s?“.

965 n. Chr. führt Odin (Anthony Hopkins), Götterkönig von Asgard, Krieg gegen die Frost-Riesen von Jotunheim und ihren Anführer Laufey (Colm Feore), um sie davon abzuhalten, „die Neun Reiche“ zu erobern. Die Asen-Krieger besiegen die Frost-Riesen und nehmen die Quelle ihrer Macht, die Schatulle von „Uralten Wintern“, in ihrem Besitz. 1’ooo Jahre später (im Jahre 2011) bereitet sich Odin – der mittlerweile um einige Jahrhunderte älter geworden ist – vor, sein Sohn Thor (Chris Hemsworth), als seinen Nachfolger zu krönen. Die Zeremonie wird unterbrochen, wenn die Frost-Riesen in Asgard eindringen um sich die Schatulle zurück zu stehlen. Gegen Odins Anweisung folgt Thor, mit seinem Bruder Loki (Tom Hiddelston) und seinen 4 Freunden, den Riesen nach Jotunheim, um Laufey zu konfrontieren. Ein Kampf entbrannt, bis Odin interveniert, um die Asen zu retten und zerstört so den fragilen Waffenstillstand zwischen den Jotunen und den Asen. Um Thor für seine Arroganz zu bestrafen, entmachtet Odin seinen Sohn von seinen göttlichen Gaben und verbannt ihn zur Erde. Sein Hammer Mjöllnir wird auch auf die Erde verbannt und ist von einem Zauber geschützt, der es nur dem ermöglicht ihn zu benutzen der sich als würdig erweist. Thor fällt in unsere Zeit, geografisch in New Mexico, wo er von Jane (Natalie Portmann), ihrer Assistentin Darcy (Kate Dennings) und ihren Mentor Dr. Erik Selvig (Stellan Skarsgård) gefunden wird. Mit ihrer Hilfe findet Thor nicht nur seinen Hammer sondern auch seine Macht wieder und rettet schlussendlich die Welt und Asgard von den Jotunen.

Chris Hemsworth ist die perfekte Besetzung für den blonden, muskelbepackten, grossen und arroganten Göttersohn Thor. Die Nebendarsteller wurden auch gut gewählt: Anthony Hopkins (Hannibal), Nathalie Portmann (Black Swan) und Stellan Skarsgård (Millennium Trilogie), die in dem Film mitspielen, ohne jedoch dem Hauptdarsteller das Rampenlicht zu stehlen.

Viele hatten bedenken, dass Kenneth Branagh als Regisseur nicht der Richtige war für eine Comic-Verfilmung und dazu noch in 3D, da er eher für seine literarischen Verfilmungen wie Hamlet oder Frankenstein bekannt ist. Eins ist sicher, es wurde umsonst gebangt, da er dem Film einen dramatischen Look verleiht hat, den Wenige sich getraut hätten einzusetzen. Öfters verwendet er den Dutch Tilt (eine Schrägperspektive), wenn zwei Charaktere miteinander reden, um die Überlegenheit des einen zum anderen darzustellen. Der Film hat eine perfekte Mischung von Humor, Action und Drama. Man hat das Gefühl, dass man den Comic vor Augen hat, da jede Szene sehr getreu zu den Comicheften gedreht wurde. Als Beispiel eine meiner Lieblingsszenen, in der Thor merkt, dass er nicht die Kraft hat den Hammer vom Stein rauszuziehen, und in Slow-Motion (Zeitlupe) auf die Knie sinkt, zum Himmel empor schaut und einen Schmerzensschrei loslässt, dann resigniert am Boden schaut währen ihm der Regen vom Gesicht und Haaren tropft.

Ein Teil des Abspanns wurde im Stil vom im 1978 gedrehten Superman gemacht. Die Kamera fliegt durch das All über Asgard, Midgard und Jotunheim und am Schluss, für die, die Geduldig gewartet haben, kommt noch ein Versprechen: „Thor wird in The Avengers (2012) zurückkehren“. Freuen kann man sich schon mal.

Der Film ist erfrischend anders als andere Comicverfilmungen, und ist unterhaltsam dank seinen humorvollen aber auch dramatischen Szenen. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt tun, denn mit dem mächtigen Thor gibt es keine Langeweile!

Trailer:

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

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